Der Weg ist das Ziel

30.11.2019
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Der Weg ist das Ziel! – wer kennt diesen Spruch nicht? Zigmal gehört, jedoch auch verstanden? Ja, ja, der Weg ist das Ziel. Doch was ist mein Ziel? Was soll ich bloß tun? Ich kann doch nicht einfach meinen Job kündigen oder nicht mehr zu Vaters Geburtstag gehen.

Veränderungen im Leben sind ganz eng mit dem „Ich kann doch nicht“ verbunden. Die Begründungen, die wir uns selbst geben, sind vielfältiger Natur. Das gehört sich nicht, das haben wir immer so gemacht, das geht nicht, weil…, ich habe keine Zeit, kein Geld, etc. Warum immer wieder diese Ausreden?

Viele Menschen hegen den Wunsch nach Veränderung. Jedoch ist sie für die meisten mit Arbeit und Anstrengung verbunden. Ohne Fleiß keinen Preis. Wenn ein Mensch also sowieso schon am Limit läuft, hat er wenig Energie, etwas Neues auszuprobieren. Sich den Gewohnheiten zu widersetzen. Etwas anderes in Erwägung zu ziehen. Mit Elan ran an die Veränderung ist da nicht.


Außerdem ist das Neue die große Unbekannte im Leben und auch der Weg dorthin ist schlicht weg für viele furchteinflößend. Da bleibt man doch lieber bei dem, was man schon kennt. So haben wir es immer gemacht. Das ist mir alles bestens vertraut. Der Weg ist breit und ausgelatscht. Gemütlich, wenn auch nicht immer angenehm. Was sollst, kenn ich ja schon.


Es macht sich ein wenig Resignation breit und diese wird sogleich vom Verstand her mit allerlei Begründungen untermauert. Wie, der Mensch ist zu jung oder zu alt, zu dick, zu schwach, fehlende Bildung, usw. Wie soll man das schaffen, neben Beruf, Haushalt und Kinder. Es fehlt der Wille, die Motivation, das Durchsetzungsvermögen – Angst und Beklemmungen sind das Resultat.

 

Der Weg ist das Ziel und alles beginnt mit dem ersten Schritt. Mehr ist es nicht. Zum Jahreswechsel mehren sich wieder die guten Vorsätze. Die meisten davon schaffen es nicht bis in den Februar. Eben weil die Angst, die Resignation und das ständige Geplapper des Verstandes einem Mut zum Aufgeben machen. Ist ja eh egal – hab es ja letztes Jahr auch schon nicht geschafft.
Warum scheitern die allermeisten Menschen? Sie wollen von jetzt auf gleich die ganz große Veränderung. Das funktioniert nie. Ab morgen bin ich Vegetarier. Ab morgen jogge ich. Ab morgen nehme ich mir eine Stunde Zeit für mich. Ja, ja, ja sagt der Kopf – ab morgen und grient sich eins. Veränderungen beginnen mit kleinen Schritten.

KMS Modul Labyrinth


Nicht gleich zweimal 10kg auf die Hantel packen und feststellen, dass man keine Muckis hat. Das schafft noch mehr Resignation und Aufgabe. Nimm die die 2kg und stemme die fröhlich vor dich hin – fühlt sich doch beim Lesen schon leicht an und vor allem erfolgreich.

Esse einen Tag in der Woche vegetarisch und du wirst erstaunt sein, wie einfach es für ein Tag ist. Nimm dir 15 Minuten Zeit für dich und du hast Spaß daran, dir in diesen 15 Minuten etwas Gutes zu tun. Sag nicht gleich den kompletten Weihnachtsbesuch ab, sondern gebe Deine Zusage für zwei oder drei Stunden und dann gehst du deiner Wege.

 

KMS Modul Läuferin

Die Marathon-Läuferin hier links, ist nicht gleich mit dem Marathon gestartet. Sie hat trainiert und trainiert und trainiert. Hat an ihrer Atemtechnik gefeilt, Muskeln aufgebaut, Ernährung angepasst. Mental auf den Lauf vorbereitet, damit das Ziel auch erreicht werden kann. Das alles hat sie nicht allein getan. Ein Trainer, ein Coach hat sie unterstützt und bis ans Ziel begleitet. Für unseren Alltag scheint das nicht zu gelten. Es gibt keinen Alltags-Trainer – oder? Natürlich gibt es auch für unsere täglichen Herausforderungen Trainer, Coaches und Begleiter. Nur kaum einer holt sich zu Alltagsfragen wirklich Unterstützung, einen Trainer. In dem Bereich sind wir alle, ahnungslose Experten. Ich kenn das....


Denn meine Ausbildung zum Coach und Begleittrainer hat mir persönlich 2016 mein Leben gerettet. Auf meinem Weg standen plötzlich Absperrbaken, Umleitungs- und Gefahrenschilder. Na und? Mit meiner Gewohnheitsbrille konnte ich diese Hinweise nicht entdecken. Doch während eines Ausbildungswochenende konnte ich erkennen, dass ich all das, was ich dort lernte, nicht nur für andere gilt, sondern in erster Linie für mich.

Jahre zuvor hatte ich bereits mein Leben auf den Kopf gestellt. Doch eine Bastion, eine Burg konnte ich nicht aufgeben. Ich fühlte mich lange Jahre wohl dort. Ich kannte die Gepflogenheiten und wusste die Spiele, die dort gespielt wurden, zu bedienen. Es war ein großes Ganzes und ich mittendrin.


Nach der Offenbarung 2016 bin ich angefangen, so gut es ging, mich aus den Spielchen rauszuhalten. Anfänglich waren die Verlockungen wieder einzusteigen natürlich riesig. Schmeicheleien, Anerkennungen und Lobeshymnen versuchten die von mir getroffene Entscheidung zu torpedieren. Sogleich stieg der Verstand darauf ein und erzählte mir allerlei Geschichten. Du bist doch ein Mann, wird schon nicht so schlimm, wenn du weitermachst, du kennst doch das Spiel, bist erfahren und genießt ein hohes Ansehen.


Nee – das konnte es nicht sein. Genau das hatte ich all die Jahre zuvor doch schon gemacht. Weitermachen, durchhalten, noch eine Runde und das alles ohne Rücksicht auf das, was mir wirklich wichtig war. Dann wieder der Verstand: das ist doch klagen auf hohem Niveau, andere können das doch auch, hinter den Mauern ist es doch klasse, gute Mannschaft, gutes Spiel, usw.


Ich suchte nach Auswegen und fand sie mit Hilfe dessen, was ich in meiner Coach-Ausbildung gelernt hatte. Ich suchte mir einen Kollegen, mit dem ich mich austauschte, der mich trainierte. Von Tag zu Tag verschwanden die blinden Flecken und ich konnte all die Hinweisschilder deutlich erkennen. Der Weg war unbekannt, steinig, uneben und kurvenreich. Doch ich wusste, dieser Weg ist der Weg zu meinem Ziel.

Kompass

Konnte ich Deinen Blickwinkel wieder um 1° verändern?

 

Für Deine Fragen nehme ich mir gerne Zeit.

 

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei Deinem Training und dem Erreichen Deiner Ziele.

 

Du weißt, alles beginnt mit dem ersten Schritt.

 

Liebe Grüße, Klaus-Dieter