Loslassen - eine unendliche Geschichte

23.09.2019
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Ein Jeder, der sich schon mal mit dem Sinn des Lebens beschäftigt und entsprechende Kurse oder Bücher gelesen hat, kommt irgendwann an das Thema Loslassen.


Schlaue Gurus und Trainer geben den Menschen mit auf dem Weg, "du musst Loslassen". Den verhassten Job, die Eltern, die Kinder - Loslassen! Die Gesundheit, das finanzielle Tief, der Streit mit dem Partner - Loslassen! Die eigene Kindheit, die Erlebnisse aus Traumatas, die Sorgen um die Zukunft - Loslassen!


Tja - dann lassen wir mal los und alles ist in unserem Leben perfekt - oder? Ist doch soooo einfach. Loslassen! Einfach Loslassen! Mach die Hände auf und lasse los.

 

Warum halten wir an so vielen Dingen fest?


Wie viele Zettel sind schon dem Element Feuer übergeben oder vergraben worden, auf denen all die Dinge standen, die der Schreiber loslassen wollte. Etliche Kerzen wurden angezündet, um mit der Flamme die belastenden Gedanken loszulassen. Schwitzhütten, Schreikurse, in die Stille gehen, Anrufungen, Meditationen, Fasten, Kopf leeren, Gedanken im Zaum halten, Therapien verschiedenster Art, alles mit dem Ziel - Loslassen!


Dennoch sitzen die meisten dieser Menschen mit den gleichen Problemen und Gedanken zu Hause, wie eh und je. Nichts oder nicht viel hat sich verändert. Das Gegenteil ist eher noch der Fall. Traurigkeit, Wut, Zweifel oder Selbstvorwürfe kommen hinzu, weil man ja selbst Loslassen nicht hinbekommt. Dabei soll es doch so einfach sein.


Und das stimmt nicht. Loslassen ist aus meiner Sicht das schwierigste Thema überhaupt. Unsere ersten sieben Lebensjahre sind sehr prägend für uns (hierzu folgt ein weiter Newsletter). All die Dinge, die wir dort erleben durften, haben wir als Steuerungsprogramm in unser Unterbewusstsein gepackt. Das gilt für alle! Für die (Ur)Großeltern, Eltern, für Dich oder Deine Kinder. Alles wird wie auf einer absolut unknackbaren Festplatte abgespeichert.

 

Ängste lähmen uns

Hast Du als Kind schlechte Erfahrungen mit großen Hunden gemacht, schreibt sich dies auf Deine Festplatte, in Dein Unterbewusstsein. Begegnen Dir im erwachsenenleben große Hunde, erinnert sich Dein Unterbewusstsein sofort und reagiert mit Angst. Jedes Mal steigt Angst in Dir auf, wenn Du einen großen Hund siehst.

 

Gleiches geschieht auch mit anderen, nicht so faktisch benennbaren Themen aus der Kindheit. Wie z.B. Gefühle von, "das kann ich ja doch nicht", Mutlosigkeit, Einsamkeit, Traurigkeit, bin nicht hübsch genug, etc., die aus irgendwelchen Gründen in Dein Unterbewusstsein geschrieben wurden.

KMS Modul Hund Schäferhund

 

All dies sind Themen, und das ist nur eine ganz geringe Auswahl, die gerne losgelassen werden möchten. Da sie aber mit einem Laser auf Deiner Festplatte des Unterbewusstseins gebrannt sind, wirst Du sie kaum mit dem anzünden einer Kerze und dem festen Willen, nun die Angst vor dem Hund oder die fortwährende Traurigkeit loszulassen, auflösen. Wenngleich Du ein Gefühl der Erleichterung verspürst, welches Dir der Verstand gibt (du hast ja was dafür getan), sind die Themen nicht wirklich gelöst. Die Angst und Traurigkeit sind keineswegs losgelassen.

 

Woran liegt das? Die Basis für das Loslassen ist Urvertrauen! Außerdem kannst Du Deine Themen nur im Hier und Jetzt loslassen. Das sind zwei wichtige Aussagen, die ich kurz erläutern möchte. Wenn Du Deine Ängste vor Hunden auflösen möchtest, Du aber eine innere Furcht davor hast, wird sich nichts tun. Wenn Du Deine Gedanken an Deine finanzielle Misere loslassen möchtest, Du jedoch gleichzeitig denkst, wie soll das gehen, ich hab doch unbezahlte Rechnungen liegen, bist Du nicht im Urvertrauen. Ebenso wenig bist Du dann im Hier und Jetzt. Sondern bist im Morgen, wie soll ich bloß die Rechnungen begleichen. Oder im Gestern, weil Dir der Hund auf Deinem gestrigen Spaziergang Furcht eingeflößt hat. Also weder Urvertrauen noch das Hier und Jetzt sind vorhanden. Da kannst Du Loslassen üben, so viel Du magst. Es wird sich nichts verändern.

 

Nimm an, was Du loslassen möchtest!


Ein weiterer Punkt ist, dass Du das, was Du loslassen möchtest, erst einmal annehmen darfst, es Dir selber eingestehen. Die Furcht vor Hunden, auch wenn Du noch so ein stattliches Wesen bist, oder die Sorge um die Finanzen, sie dürfen sein. Also raus aus der Bestrafung, rein ins Mitgefühl für Dich.


Als nächstes werde Dir bewusst, dass Du es bist, der diese Dramen mit Energie füttert. Entziehe den Themen die Energie und sie werden kleiner. Bedeutet für mich, schau in die Vergangenheit. Immer wieder hast Du die Probleme um Deine Finanzen gelöst bzw. bist aus Situationen mit Hunden unverletzt hervorgegangen. Vertraue Dir.


Darauf folgend ist die Be-Deutung dieser Themen. Dinge an sich haben keine Bedeutung, Du hast sie bewertet, gedeutet, eingeschätzt und somit ihnen eine Bedeutung gegeben. Sie groß und mächtig werden lassen.


Im nächsten Schritt geht es darum, Deine Erlaubnis zu erteilen. Die Erlaubnis, dass die Furcht wirklich gehen darf. In Folge dessen wirst Du bemerken, wie sich die Themen quasi wie von selbst auflösen.


Ganz zum Schluss geht es noch darum, diese Leere, die entstehen wird, wieder zu füllen. Wenn das nicht passiert, kannst Du die Dinge nicht loslassen. Wir definieren uns über unsere Probleme, ob wir dabei ängstlich sind oder das Geld fehlt. Dies ist ein Teil des Lebens und wenn ich diesen Teil verabschiede, also loslasse, dann muss die entstandene Leere wieder gefüllt werden. Solange das nicht geschieht, wirst Du an den Themen festhalten.


Ein Beispiel zur Leere: ein Leistungssportler kann altersbedingt den Sport nicht mehr ausüben. Dieser Mensch wird recht schnell sich eine neue Beschäftigung/Hobby suchen, damit er nicht in ein Loch fällt. So kannst Du es Dir ungefähr vorstellen.


Dies ist für mich der Weg, Themen loszulassen. Kaum jemand erklärt den Loslass-Prozess in dieser Form und deshalb funktionieren aus meiner Sicht die ganzen anderen Techniken nicht.

 

Kompass

 Konnte ich Deinen Blickwinkel wieder um 1° verändern?

 

Ich wünsche Dir und Deinen Lieben, viel Erfolg im Loslassen!

 

Herzliche Grüße,
Klaus-Dieter

 

...und übrigens, wenn Du Fragen zum Thema Loslassen hast, nehme ich mir gerne Zeit für Dich.