Warum sind Veränderungen soo schwierig?

14.10.2019
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Warum sind Veränderungen so schwierig? Hast Du Dich das schon mal gefragt? Es liegt m.E. daran, dass die Energie immer der Aufmerksamkeit folgt.

 

Was heißt das genau? Uns Menschen gehen Tag für Tag so zwischen 60.000 bis 70.000 Gedanken durch den Kopf. Schon morgens, gleich nach dem Aufwachen, denken wir. Wir denken, dass es Zeit wird aus dem Bett zu kommen, Zähne zu putzen, Duschen, Kaffee bereiten, die Staus auf dem Weg zur Arbeit, die Kinder versorgen, das blöde Meeting mit dem Chef, warum schmerzt die Schulter schon wieder, der Geschirrspüler ist wieder nicht ausgeräumt... Du weißt, diese Aufzählung könnte ich endlos fortführen.

 

Unsere Aufmerksamkeit, unsere Energie gilt all diesen Dingen und schlussendlich folgt unser Körper dieser Aufmerksamkeit. Vereinfacht dargestellt: wir denken ans Duschen und der Körper setzt sich in Bewegung Richtung Dusche. Wir denken an Kaffee und schon geht es Richtung Kaffeemaschine. Der Gedanke an das Gespräch mit dem Chef hinterlässt ein Unwohlsein im Bauch und der nicht ausgeräumte Geschirrspüler erzeugt Ärger, usw.

 

Könnte es sein, wenn unser Körper uns zu einer uns bekannten Erfahrung folgt (Aufstehen, Toilette, Duschen) er uns auch zu einer unbekannten Erfahrung folgt. Was wäre, wenn wir unsere Aufmerksamkeit Tag für Tag auf die Zukunft ausrichten würden. In das, was wir gerne hätten. Wie das Leben sein sollte. Könnte es nicht sein, dass dann irgendwann der Körper auch diesem Denken folgt? Unsere Aufmerksamkeit und Energie diesen Dingen gilt?

 

Genauso verhält es sich mit den Emotionen. Dies sind chemische Rückschlüsse im Gehirn auf das, was wir schon erlebt haben. Sobald wir uns auch nur gedanklich, nicht einmal physisch, in einer ähnlichen Situation befinden, die wir schon mal durchlebt haben, werden sofort Erinnerungen und Gefühle in uns wach. Die meisten dieser Emotionen haben mit Erinnerungen an bestimmten Menschen, an bestimmten Orten zu einer bestimmten Zeit in der Vergangenheit zu tun. Sobald wir uns mit diesen Emotionen verbinden, ist die gesamte Aufmerksamkeit und Energie in der Vergangenheit.

 

Wenn wir also morgens sorgenvoll erwachen, an unsere Schmerzen, Ängste und Befürchtungen denken, dann folgt unsere Energie diesen Emotionen. Wir erleben noch mehr Schmerz, noch mehr Leid, noch mehr Angst.
Es ist sicher recht plakativ dargestellt, aber ich denke, Du weißt was ich meine.

 

Leben in der Vergangenheit

 

Wir leben also die meiste Zeit des Tages in der Vergangenheit, in der Erinnerung. Aus diesen Erfahrungen entsteht jedoch auch unsere Zukunft. Für die Zukunft sind wir in Sorge: hoffentlich geschieht das nicht wieder, ich will meinen Frieden, bleib ich gesund, behalte ich meinen Job, der Chef soll mich in Ruhe lassen, werd ich immer genug Geld haben, finde ich den richtigen Partner, wie wird

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morgen das Wetter, hoffentlich wird der Urlaub schön, wann hört das Leid auf? Wir haben eine bekannte Vergangenheit, mit der wir verbunden sind und eine vorhersehbare Zukunft, die wir vorwegnehmen. Kaum ein Mensch lebt dazwischen - nämlich im Hier und Jetzt, im gegenwärtigen Moment.

 

Woraus besteht unsere Realität? Sie besteht aus unserem Körper, die Menschen um uns herum, Objekte, Dinge, die lineare Zeit. Darauf beziehen wir uns in unserer realen Welt. Sie besteht aus all dem, was wir sehen. Das ist unsere Außenwelt. Dann gibt es noch die Innenwelt, die Gedanken und Gefühle.

 

Wie wir nun wissen, folgt unsere Energie unserer Aufmerksamkeit. Ein Großteil davon ist jedoch auf unser Handy gerichtet. Das Handy hat mit WhatsApp zu tun, mit Textnachrichten, mit Facebook oder Twitter. Dann gibt es noch den Computer, die eMails, der Job, der Chef, die Familie, der Partner, die Kinder, Eltern, Schwiegereltern, Geschwister, Freunde, Nachbarn, usw. Wir haben ein Gesicht, einen Körper, die Schmerzen, das Geld und dann gibt es noch die vielen schlechten Nachrichten. Unsere ganze Aufmerksamkeit fließ Tag für Tag in die verschiedenen Aspekte der äußeren Realität. Immer wenn wir unsere Aufmerksamkeit auf diese verschiedenen Dinge in unserer äußeren Realität richten, lenken wir also Energie von uns weg.

 

Für unsere Innenwelt aus Gedanken, Gefühle und Träume, um etwas Neues zu schaffen, haben wir somit nur noch ganz wenig bis gar keine Energie mehr.

 

All das, was uns in der Außenwelt begegnet, kennen wir schon. Das bedeutet, gedanklich verweilen wir ständig bei den Dingen, die wir schon kennen und erschaffen so immer mehr davon.
Also sollten wir möglichst viel unserer Energie von den Dingen in der Außenwelt abziehen, um damit mehr Energie für die Innenwelt, für etwas Neues, für unsere Träume in unserem Leben zur Verfügung zu haben.

 

Emotionen

 

Emotionen sind Energie in Bewegung. Eine Emotion bewegt uns, sie macht etwas mit uns, lässt uns ins Handeln kommen. Das kann natürlich auch Passivität sein - Rückzug, sich hinlegen. Dennoch ist es eine Handlung, der eine Emotion vorweg ging.

 

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Je stärker wir die Emotion in Bezug auf eine Person (Eltern, Chef, Kollegen, usw.) oder auf eine Sache (Unfall, Krankheit, Verlust, Geld, etc.) verspüren, desto mehr achten wir auf die Ursache dafür. Anders ausgedrückt, ist Geld ein Thema, beschäftigt es uns den ganzen Tag. Ständig denken wir an unbezahlte Rechnungen, wo kaufe ich meine Lebensmittel, wie komme ich bis zum Monatsende über die Runden und getankt werden muss auch noch. Je stärker die Emotion ist, desto mehr konzentrieren wir uns auf die Ursache - kein Geld. Das bedeutet, dass wir unsere Energie an jemanden oder etwas im Leben abgeben bzw. verschwenden.

 

Wie können wir das ändern? Ganz einfach: ;-) wir sollten unseren Körper emotional im Zaum halten.

 

Die Ursache für die Emotion ist nicht die Person oder die Sache, sondern die Tatsache, dass wir die Person oder das Ereignis in unserem Leben behalten, weil unsere Aufmerksamkeit darauf gerichtet ist. Wenn wir also unsere Emotionen auf Menschen und Dinge herunterschrauben, dann achten wir auch nicht mehr so sehr auf die Ursache dieser Reaktionen.

 

Da wir uns jedoch energetisch/gedanklich an die Ursache der Emotionen binden, binden wir uns an unsere vergangene Realität. Ziehen wir uns energetisch von diesen Personen oder Dingen zurück, wir also weniger emotional reagieren, schwächen wir somit auf energetischer Ebene diese Bindungen.


So kehrt die Energie zu uns zurück. Diese zurückgewonnene Energie können wir dazu nutzen, uns etwas neues zu gestalten, den Körper zu heilen, einen neuen Job oder eine neue Beziehung zu kreieren.

 

Um die Bindungen an alte Erinnerungen zu lösen, brauchen wir Energie. Energie hat etwas mit Gewahr sein zu tun. Worauf richten wir also Tag für Tag unsere Achtsamkeit? Auf die Schmerzen, auf den verhassten Job, auf den Partner? Wohin geht all Deine Aufmerksamkeit? Wenn die Aufmerksamkeit auf einen bestimmten Aspekt des Lebens gerichtet ist und wir dies tagtäglich mit derselben geistigen Verfassung anschauen, dann bleibt das Leben das Gleiche.

 

Setze Dich also täglich hin und schaue, wohin richte ich meine Aufmerksamkeit. Je mehr Du den Emotionen, den Personen und den Dingen aus Deiner Vergangenheit weniger oder keinerlei Aufmerksamkeit mehr schenkst, desto mehr Energie hast Du übrig für das Neue. Für die Dinge, so wie Dein Leben sein soll. Richte Deine Aufmerksamkeit auf das noch unbekannte in Deiner Zukunft, von dem Du jedoch weißt, wie es einmal aussehen wird. Dies gepaart mit der Emotion und der Freude für diese neue Zukunft bringt Dir neue Energie und Lebenskraft.

 

Kompass

Konnte ich Deinen Blickwinkel wieder um 1° verändern?
Dein Körper folgt Dir in Deine neue Zukunft. Probiere es einfach aus und beginne mit kleinen Schritten.

 

Ich wünsche Dir viel Erfolg bei der Umsetzung

 

Liebe Grüße, Klaus-Dieter

 

P.S.: Für Deine Fragen nehme ich mir gerne Zeit.